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4 goldene Tipps zum Schnuller abgewöhnen

 Schnuller ja oder nein? Bereits auf diese Frage gibt es verschiedene Antworten und noch vielfältiger sind die Tipps, wie man dem Nachwuchs den Schnuller abgewöhnen kann. Wir erklären Ihnen, warum ein Schnuller durchaus sinnvoll ist und wie die Schnullerentwöhnung problemlos funktioniert.

 

Schnuller ja oder nein? Warum das Nuckeln sinnvoll ist

Eltern haben oft die Sorge, dass das Nuckeln am Schnuller oder Daumen auf Stress beim Kind hinweist, dies muss aber nicht so sein. Zunächst sollte klargestellt werden, dass der Saugreflex ganz natürlich ist und einen guten Grund hat. Denn nur durch ihn gelingt es dem Kind Muttermilch (oder einen entsprechenden Ersatz) aufzunehmen. Der natürliche Reflex sorgt also dafür, dass der Nachwuchs ganz problemlos mit den wichtigen Nährstoffen, die er zur optimalen Entwicklung benötigt, versorgt wird.

Doch auch die Annahme, dass das Nuckeln bei der Stressbewältigung hilfreich ist, ist richtig. Kinder können überschüssige Energie so sehr einfach ableiten und beruhigen sich durch das Saugen am Schnuller oder Daumen selbst. Dies muss jedoch nicht unbedingt auf ein Unwohlsein hinweisen, denn Stress entsteht natürlich auch, wenn viele Eindrücke auf einmal auf das Kind einstürzen. Dies muss jedoch nicht negativ sein, schließlich ist Ihr Baby wissbegierig und findet viele Aktivitäten sehr spannend.

Nun haben wir also gute Gründe gesehen, warum das Nuckeln sinnvoll ist, aber sollte man einen Schnuller einsetzen oder nicht? Man könnte argumentieren, dass das Saugen am eigenen Daumen natürlich ist, allerdings hat es einen gravierenden Nachteil: Wird auf einen Schnuller verzichtet, besteht das Risiko, dass sich gleich zu Beginn der Entwicklung eine Fehlstellung der Zähne bei Ihrem Baby ergibt. Nutzen Sie also lieber einen hochqualitativen Schnuller. Dieser schont das Gebiss, minimiert sogar die Gefahr von Verletzungen und hilft Ihrem Kind zu entspannen.

Schnuller abgewöhnen: ab wann ist das sinnvoll?

Doch so wichtig der Saugreflex für ein Neugeborenes auch ist, irgendwann kommt der Punkt, an dem sich ein Kind den Schnuller abgewöhnen sollte. Dies ist nicht zuletzt deshalb sinnvoll, weil die dauerhafte Nutzung den Kiefer der Kleinen verformen kann und dies zu unnötigen Behandlungen in späteren Jahren führt. Nun ist lediglich die Frage, ab wann man diesen Prozess beginnen sollte, ohne den Nachwuchs zu großem Stress auszusetzen.

Natürlich hängt das Alter für den optimalen Beginn immer vom Kind und der Situation ab. Gerade zum Schlafen benötigen viele Kinder den Schnuller noch, aber auch wenn sich der Nachwuchs einmal weh tut, krank wird oder die ersten Zähnchen Schmerzen verursachen, ist der kleine Trost wichtig. Wichtig ist also: Achten Sie unbedingt auf die Signale, die Ihr Kind sendet, aber seien Sie auch nicht zu tolerant. Grundsätzlich gilt, dass dem Sohn oder der Tochter der Abschied umso leichter fällt, je früher diese Phase eingeläutet wird.

Viele Ärzte raten bereits ab dem ersten Lebensjahr mit der Schnullerentwöhnung zu beginnen. Klarer Vorteil: Sie und Ihr Kind haben ausreichend Zeit und kleine Ausnahmen sind gar kein Problem. Spätestens ab dem dritten Lebensjahr sollte Ihr Kind aber dann ohne das Nuckeln – egal ob am Daumen oder Schnuller – auskommen. Denn in dieser Zeit lässt der natürlich Saugreflex nach und das Nuckeln ist zur Gewohnheit geworden, die man unterbinden sollte.

Tipps Schnuller abgewöhnen

So gelingt die Schnullerentwöhnung

Damit Ihr Kind seinen Schnuller nicht vermisst und möglichst schonend ohne ihn auskommt, stellen wir Ihnen nur vier Strategien vor, mit denen Sie Ihrem Nachwuchs den Schnuller abgewöhnen.

 

  1. Langsam anfangen: Der Schnuller schläft

Gerade am Anfang wird Ihr Kind den Schnuller vor allem nachts vermissen. Für den Nachwuchs bietet der Schnuller Sicherheit und hilft beim Entspannen. Deshalb es schwer zu verstehen, wenn dieser Begleiter plötzlich nicht mehr da ist. Gehen Sie lieber Schritt für Schritt vor und führen Sie Phasen am Tag ein, in denen Ihr Sohn oder Ihre Tochter ohne das Hilfsmittel auskommen muss. Ein guter Trick hierbei: Sie erklären Ihrem Kind, dass der Schnuller am Tag schläft, weil er schließlich die ganze Nacht wach sein muss. Finden Sie einen Ort, an dem der Schnuller untergebracht wird und holen Sie ihn mit Ihrem Nachwuchs zusammen vor dem Schlafengehen dort ab. Das Kind wird diese Erklärung verstehen, hat weiterhin ein festes Ritual und kann sich langsam verabschieden.

 

  1. Die Schnuller-Fee: Abschied mit Belohnung

Irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem sich Ihr Kind ganz vom Schnuller verabschieden sollte. Dies gelingt am besten, wenn Sie den Vorgang mit einem Ritual verbinden und Ihr Nachwuchs eine Belohnung erhält. Für Kinder wird dieser Prozess besonders schön, wenn Sie sich eine Geschichte dazu ausdenken. Bewährt hat sich die Erzählung von der Schnuller-Fee. Erklären Sie Ihrem Kind, dass diese alle Schnuller in der Nacht abholen wird und sich im Gegenzug mit einem Geschenk bedankt. Packen Sie dann am Vorabend gemeinsam mit Ihrem Kind alle Schnuller zusammen und deponieren Sie sie am Fenster oder dem Wickeltisch. Am nächsten Morgen liegt dann an diesem Platz ein kleines Geschenk. So wird Ihr Kind für den mutigen Schritt belohnt und hat eine tolle Geschichte kennengelernt.

 

  1. Die Schnuller-Fee mal anders

Noch spannender kann die Geschichte von der Schnuller-Fee werden, wenn Sie zusammen mit Ihrem Kind ein Paket packen, in dem alle Schnuller liegen. Bringen Sie dieses gemeinsam zur Post und erklären Sie Ihrem Kind, dass eine Person ein Geschenk zur Belohnung schicken wird. Diese Person kann real sein – zum Beispiel die Großeltern – oder erfunden sein. Wichtig ist nur, dass tatsächlich ein Geschenk per Post kommt, denn dann fühlt sich Ihr Nachwuchs in seinem Abschied bestätigt und kann sich einige Tage auf die erste eigene Post freuen.

 

  1. Den Schnuller spenden

Viele Zahnärzte bieten mittlerweile Boxen an, in die Ihr Kind seine Schnuller werfen kann. Die Geschichte dahinter: Die Schnuller werden für Stofftiere benötigt, die sich wahnsinnig über die kleine Spende freuen. Ihr Kind weiß so, dass es etwas Gutes getan hat und die Schnuller nicht einfach weggeworfen werden. Wenn Ihr Zahnarzt diese Aktion nicht anbietet, funktioniert das Ritual aber auch bei Freunden oder Verwandten. Unter Umständen kann man es aber auch daheim durchführen und zu diesem Zweck ein neues Kuscheltier kaufen. Natürlich darf der Schnuller dann nicht mehr sichtbar aufgehoben werden.


Sie sehen also, dass es nicht schwer sein muss dem eigenen Kind den Schnuller abzugewöhnen. Wichtig ist nur, dass man dabei einfühlsam und geduldig vorgeht. Es gibt kein bestimmtes Alter, in dem ein Kind unbedingt ohne Schnuller leben muss, aber je früher die Entwöhnung beginnt, desto leichter fällt sie. Mit unseren vier Ritualen können Sie den Übergang schonend und spannend gestalten und für Ihr Kind zu einem tollen Erlebnis machen.


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